„Evangelisch am Schmausenbuck“ – Auf dem Weg zur Pfarrei

Vielleicht haben Sie es schon der Presse vernommen: Die evangelische Kirche muss sparen. Bis 2035 ist ein Rückgang der Kirchenmitglieder und damit auch der Steuereinnahmen um 40 Prozent prognostiziert. 30 Prozent der Stellen sollen schrittweise eingespart werden. Das klingt dramatisch. Daher muss es künftig verstärkt Kooperationen und Fusionen von Gemeinden geben. Bayernweit ist die Bildung von Regionalgemeinden geplant und auch im Dekanat Nürnberg wurden hierzu bei der Synode Überlegungen vorgestellt: Demnach würde unsere Subregion „Evangelisch am Schmausenbuck“ mittelfristig mit der Pfarrei „Unteres Pegnitztal“ eine Regionalgemeinde bilden.

Um die Perspektiven für die Gemeinden Mögeldorf, Laufamholz und Zabo zu besprechen, kamen die Kirchenvorsteherinnen und -vorsteher der drei Gemeinden im Haus der Gemeinde Mögeldorf zusammen. Solche Treffen gab es in den letzten Jahren schon häufiger, doch diesmal wurde es konkret. Zu besprechen war: Sollen die Gemeinden fusionieren, eine Pfarrei gründen oder den Status quo beibehalten?

Mit großer Mehrheit sprachen sich die Anwesenden für die Gründung einer gemeinsamen Pfarrei „Schmausenbuck“ aus. Dies ist aber noch kein formeller Beschluss, sondern wird in den nächsten Monaten auf der Tagesordnung der drei Gemeinden stehen. Bis Februar 2027 soll die Pfarreigründung abgeschlossen sein.

Im Gegensatz zu einer Fusion bleiben dabei die drei Gemeinden eigenständige Körperschaften des öffentlichen Rechts, daher verschmelzen die Vermögen nicht. Ein gemeinsamer Haushalt ist jedoch möglich, ebenso ein gemeinsamer Kirchenvorstand, was mehrheitlich befürwortet wurde. Wie und wann dieser gemeinsame Kirchenvorstand gegründet werden soll, muss noch diskutiert werden. Der Vorteil einer Pfarrei besteht darin, dass eine gemeinsame Verwaltung mit einer Leitungsstelle geschaffen wird, die Hauptamtlichen werden dann im multiprofessionellen Team bestehend aus Pfarrpersonen, Diakon*innen und ggf. Religionspädagog*innen zusammenarbeiten.

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Neben dem Einsparpotential gibt es weitere Stärken: Es wird gemeinsame Projekte und Veranstaltungen geben, Leuchtturmprojekte können gegenseitig besser beworben werden, die Zusammenarbeit wird deutlich gestärkt. Eine gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit mit einem Kirchenboten und einer Homepage ist zielführend. Und keine Angst: In allen drei Gemeinden wird es weiterhin Gottesdienste und Angebote geben.

„Evangelisch am Schmausenbuck“ hat sich auf den Weg gemacht und wir sind gespannt und vorsichtig optimistisch, wohin uns dieser Weg bei allen Widernissen führen wird.

                                                                                                                    Martin Rösch, Kirchenvorsteher in Mögeldorf